21. November 2020 | 9:30 | Geschrieben von Kirsten

100 Obstbäume im Hirschgehege

 

Seit 2018 werden im zum Hof Viehbrook gehörenden  Wildgehege „Rahe-Ranch“ von Christian und Kirsten regelmäßig Obstbäume gepflanzt. Was anfangs mit 40 Obstbäumen im Rahmen einer NABU-Pflanzaktion als Versuch anfing, ist heute schon auf 100 Obstbäume angewachsen. Drumherum weiden Dam- und Rothirsche. Alle gepflanzten Obstbäume gehören zu den alten Obstbaumsorten und tragen Namen wie  Finkenwerder Herbstprinz und Pastorenbirne. Jeder Baum ist einzeln eingezäunt und wird damit vor dem Verbiss der Hirsche geschützt. Die Bäume geben dem dort lebendem Wild in der kalten und nassen Jahreszeit Witterungsschutz und spenden im Sommer Schatten. Insbesondere im Frühsommer während der Obstblüte dienen sie zusätzlich als Nahrungs- und Lebensraum für zahlreiche Insekten. Im Herbst freuen sich die Hirsche über das Fallobst. Streuobstwiesen sorgen zugleich dafür, dass viel CO2 eingespart wird. Pro Hektar ca. 12,5 t pro Jahr und Hektar.

Am Anfang war es wichtig herauszufinden, welche Art von Umzäunung die Bäume sicher vor dem Verbiss der Hirsche schützt. Nachdem es gelungen ist eine hirschsichere Umzäunung für die hochstämmigen Obstbäume zu entwickeln wurden kontinuierlich im Frühjahr und Herbst weitere Obstbäume gepflanzt. Mal einfach nebenbei und mal als geplante Gemeinschaftsaktion, wie beispielsweise am 3. Oktober im Rahmen des bundesweiten „Einheitsbuddeln“.

Vor ein paar Tagen wurden erneut acht Obstbäume gepflanzt. Hans-Joachim und Cornelia Diederich aus Rendswühren hatten von den Baumpflanzungen gehört und acht weitere Obstbäume inklusive der dazugehörigen Umzäunung aus Holz und Maschendraht für die Streuobstwiese gespendet. Hans-Joachim Diederich, der selbst auch passionierter Jäger ist, findet die Kombination aus Wildtierhaltung und Streuobst sehr gut und unterstützte die Pflanzaktion nicht nur finanziell, sondern packte auch beim Pflanzen selbst kräftig mit an. Christian Rahe freut sich darüber, dass nun bereits insgesamt in zwei Jahren 100 neue Obstbäume gepflanzt wurden und hat sich weiter hohe Pflanzziele gesteckt. Im Wildgehege selbst sind noch ca. 6 Hektar unbepflanzt und es gibt auch noch weitere Weiden, die sich für eine Obstbaumbepflanzung eigenen würden. „Wir haben uns das Ziel gesetzt in 10 Jahren insgesamt 1000 neue Obstbäume zu pflanzen und somit einen großen Mehrwert für Mensch, Tier und Natur zu schaffen“ so Christian Rahe abschließend.