17. November 2010 | 22:32 | Geschrieben von Kirsten

Ein „Neubau“ wird restauriert!

Derzeit wird auf dem Hof ein „Neubau“ restauriert. „Wie, ist es denn jetzt schon nötig einen Neubau auf dem Hof zu restaurieren“, wird sich nun manch‘ einer fragen. Ja ist es. Denn der Neubau der derzeit restauriert wird ist von 1875. Es ist unsere historische Schmiede. Es handelt sich in diesem Fall um einen „Neubau“, weil vorher an der gleichen Stelle schon eine Schmiede stand. Sie war deutlich kleiner als die jetzige, stand aber an gleicher Stelle. Warum sie neugebaut und dabei auch vergrößert wurde wissen wir nicht und könnten daher nur spekulieren. Da die „Viehbrooker Neueste Nachrichten“ sich aber lieber auf Fakten beruft, unterlassen wir das an dieser Stelle mal.

Fest steht, dass der Neubau mitlerweile schon etwas in die Jahre gekommen war. Oder nach 135 Jahren darf man schon beruhigt von Jahrzehnten sprechen. Jetzt ist es also soweit und nach 135 Jahren wird dieses historische Gebäude restauriert. Ein so altes und historisches Gebäude, was dazu auch noch von innen und außen unter Denkmalschutz steht, zu restaurieren ist gar nicht so einfach. Bevor man man mit den Arbeiten anfangen kann, bedarf es einer Vielzahl von Vorbereitungen, Besprechungen und Planungen. Hinzu kommt eine weitere Besonderheit: Historische Schmieden werden in der heutigen Zeit so gut wie gar nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form und Funktion erhalten. Viele sind bereits vom Erdboden verschwunden, andere wurden umgenutzt. Sie teilen daher ihr Schicksal mit vielen alten Backhäusern und Windmühlen. Denn alles drei sind Gebäude, sind eigentlich in unserer heutigen modernen Zeit ohne Nutzen und Funktion. Denn wer braucht in einem modernen Industriestaat schon eine alte Schmiede.

Trotzdessen wir uns dem bewußt sind, oder gerade auch deswegen haben wir uns dazu entschlossen die historische Schmiede, die zu früheren Zeiten auch eine Stellmacherei war, zu erhalten. Da eine solche Restaurierung sehr kostenaufwendig ist und unter heutigen wirtschaftlichen Gesichtspunkten kaum vertretbar ist freuen wir uns sehr, das unser Entschluß und unsere Investitionsbereitschaft in dieses von kulturhistorischer Bedeutung geprägte Gebäude vom Landesamt für Denkmalpflege und der Stiftung „Schleswig-Holsteinische Landschaft“ mit gefördert wird. Aber auch mit Hilfe dieser Förderung muß man schon ein bißchen sehr verrückt sein, um solch ein Gebäude zu restaurieren.

Aber um das ob, für und wieder abzuwägen und in Frage zu stellen ist es nun zu spät. Denn die Restaurierung läuft auf Hochtouren. Die Zimmerei Weede restauriert zur Zeit den historischen Dachstuhl. Derzeit wird das alte Dach der Schmiede entfernt und muß dazu noch sehr aufwendig entsorgt werden. Kurzzeitig stand die Schmiede ohne Dach da, aber sehr schnell war sie schon wieder neu eingelattet. Sobald diese Arbeit komplett verrichtet ist, wird das Dach neu eindeckt. Paralell dazu werden schon die historischen Fenster nachgebildet und schon in ein paar Tagen wird die Schmiede ihr Äußeres Erscheindungsbild sehr verändert haben.

Und da ein solches historisches Gebäude immer schön anzusehen ist, gibt es an dieser Stelle noch weitere Bilder von dem historischen Schmiede-Gebäude.