31. Januar 2010 | 20:17 | Geschrieben von Kirsten

„Pflicht & Kür“ mitten in Schnee und Eis!

Der Winter zeigt sich derzeit von seiner Härtesten und zugleich auch seiner Schönsten Seite. Die Chance haben wir heute nachmittag genutzt und die Pflicht zur Kür gemacht. Ein Sonntag-Nachmittag auf dem Lande mitten im Schnee mit Reiten, Schlittschuhlaufen und Schlittenfahren.

Unser Hof-Teich war schon seit einiger Zeit zugefroren. Da er aber mittlerweile auch von einer dicken Schneedecke bedeckt war, mußten wir ihn erstmal freischieben. Diese Aufgabe wurde vom „Räumdienst“ Mats und Thilo mit Hilfe eines Schlitten und einer Schneeschaufel übernommen. Nachdem das geschehen war, stand dem Eislaufen fast nichts mehr im Wege. Na ja, aber nur fast. Einige von uns sind sehr geübte Eisläufer. Die Mädels aus der Nachbarschaft vom Dänenbrook, fahren schon seit vielen Jahren auf ihrem eigenen Hofteich und zeigten uns gleich wie man das macht. Begleitet von unseren neidischen Blicken drehten sie gleich ihre Piouretten auf dem Eis.

Für unser eins bestand die erste Hürde bereits darin, die Schlittschuh anzuziehen und fachgerecht zu verschnüren. Aber auch das wurde gemeistert. Etwas schwieriger gestalten sich dann die ersten Geh-Versuche auf dem Eis. von „Eis-Laufen“ konnte anfangs noch keine Rede sein. Nachdem Kirsten die ersten Bremsversuche lieber im Schnne drum herum ausprobierte, versuchte Malte schon nach kurzer Zeit waghalsiege Drehungen. Besonders interessant hierbei war die Auswahl der Schlittschuhe. Während Kirsten’s Schlittschuhe zwar nach altem Modell, aber neu angeschafft waren, hatte Malte seine auf dem häuslichen Dachboden entdeckt. Sie sind ca. 25 Jahre Jahre alt und bereits sein Vater ist früher damit über’s Eis geschlittert. Dem Aussehen nach zu Urteilen eignen sie sich aber nicht nur zum Eislaufen, sondern auch zum übers Wasser gehen.

Als die ersten Geh-Versuche auf dem Eis nicht so klappten, war daher auch schnell ein Schuldiger gefunden. Es lag an den Schlittschuhen. „Meine Schlittschuhe sind noch gar nicht eingelaufen“, stellte Kirsten fest. Malte hingegeben befand, das seine „bereits abgelaufen sind“. Da man das Schicksal ja bekanntlich nicht herausfordern sollte und auch die ersten Paarlauf-Übungen nicht so erfolgreich waren, wie sie hätten sein können, wurde gemeinschaftlich entschieden, nun von den Schlittschuhen auf den Schlitten umzusteigen.

Da es in Viehbrook nur bedingt richtig gute Rodelberge gibt, wurde kurzerhand der alte IHC-Trecker angeschmissen und die Schlitten hintergespannt. So ging es dann über die Felder des Hofes. Größere Zwischenfälle blieben aus, nur einmal wurde die Fahrt wegen einer spontanen Schneeballschlacht unterbrochen.

Danach waren wir alle sehr kaputt, aber auch sehr glücklich. Gerodelt wurde noch bis zum dunkel werden. So was kann man nicht lange im voraus planen, so was kann man nicht wiederholen. Es war einfach einmalig. Wir haben Tränen gelacht und vor lauter Freude das Frieren völlig vergessen. Es war für uns alle einfach ein unvergesslicher Wintertag auf dem Hof.