17. Januar 2010 | 0:08 | Geschrieben von Kirsten

„Wenn de Buur in de Stadt kümmt…“

Wir haben es gewagt und die erste „Vorhut“ hat sich auf den Weg nach Berlin gemacht. Mit kleiner Verspätung erfolgte die Abfahrt vom Hof. Denn so eine Reise in die Stadt muß gut vorbereitet sein. Es dauerte einige Zeit bis Kirsten einsehen wollte, das sie ihre Gummistiefel zu Hause lassen kann.

Die Gemeinde-Grenze wurde noch lässig passiert, aber bereits bei der ersten Autobahnaufahrt kam es zu den ersten Schwierigkeiten. Der Grund war ein kleines Mißverständnis mit „Chantal“. „Chantal“, die nette Frauenstimme im Navigator hatte sich nicht ganz eindeutig ausgedrückt und so bogen wir erst mal Richtung Norden und nicht Richtung Süden ab. Aber diesen Fehler haben wir schnell bemerkt und wieder behoben. Ohne weitere Vorkommnisse kamen wir nach ein paar Stunden später in Berlin an.

Das nächste Problem war ein Parkplatzproblem. Wir hatten erwartet, so wie wir es von unseren Landgasthöfen kennen, das wir gemütlich mit dem Auto vorfahren, es abstellen und unsere Sachen reintragen. Zu unserem Erstaunen mußten wir feststellen, das es keine Parkplätze vor dem Hotel gab. Wir hätten ihn vorher bestellen müssen. Na ja, wir sind ja lange Fußwege gewöhnt, also haben wir uns mit unserem Gepäck zu einem längeren Fußmarsch auf den Weg zum Hotel gemacht. Hätten wir das vorher gewußt, hätten wir unsere Esel als Lastenträger mitgenommen.

Nach kurzer Orientierung vor Ort haben wir beschlossen uns auf den Weg in die Stadt zu machen. Ebenfalls leichter gesagt als getan. Mit so einem Stadtplan muß man auch um können und er ist doch etwas anders aufgebaut als eine Flurkarte. Noch schwieriger gestaltete sich das Fahren mit der S-Bahn. Nach kurzem Kampf mit dem Fahrkartenautomaten haben wir vesucht die richtige S-Bahn zu finden. Noch bevor wir ortskundige Passanten fragen konnten, wurden wir von ihnen angesprochen: „Sie sehen etwas hilflos aus, kann ich ihnen vielleicht weiterhelfen?“ Schön, wenn es in der Fremde hilfsbereite Menschen gibt. Wir saßen dann tatsächlich in der richtigen Straßenbahn. Von da an wurde alles besser. Wir entdeckten Dinge, die uns bekannt und vertraut vorkammen. Am Brandenburger-Tor gibt es Pferde. Im KADEWE „halten“ sie Schweine und sogar zur Jagd gehen kann man hier. Nachdem die Jagd auf den „Kalender-Rehbock“ sehr erfolgreich verlaufen war, wagte Christian sich auch gleich an größeres Getier heran. Das Zuammentreffen mit dem Bären verlief aber ohne größere Zwischenfälle.

Aber andere Probleme waren nicht weit. Die Redakteurin hatte ihr Ladegerät für die Fotokamera vergessen, aber in einer Weltstadt, die über mehrer große Elektronikfachmärkte verfügt, war dieses Problem schnell behoben und ein Ladekabel wurde gekauft. Und so ist es Kirsten und Christian möglich, auch weiterhin Bilder zu machen und diese ins Internet zu stellen.

Nun ist es also soweit, und der erste Artikel aus Berlin ist online und wir hoffen das noch einige weitere aus der Hauptstadt folgen werden. Nicht nur an diesem Wochenende, sondern auch am kommenden.