15. August 2008 | 20:28 | Geschrieben von Kirsten

Hühnerküken im Entenstall und endlos lange Konzepte…

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Seid Ende Juli brütet eine unserer Laufenten. Bei der Gelegenheit haben wir ihr auch gleich noch Eier unserer Deutschen Pekingenten drunter gelegt. Diese haben nämlich einen nicht ganz so gut ausgeprägten Bruttrieb. Das wir nicht die einzigen waren, die Eier dazu gelegt haben, konnten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen.. .

Umso erstaunter waren wir als sich gestern, eine Woche vor dem geplanten Schlüpftermin, schon das erste Küken auf die Welt pickte. Nur durch Zufall hatten wir es entdeckt, denn wir hatten ja noch gar nicht mit dem Nachwuchs img_0011gerechnet. Daher war es schon etwas geschwächt, als wir es entdeckten. Ungewöhnlich war nicht nur der viel zu frühe Schlüpftermin, sondern auch, das die Ente mit ihrem Küken nicht gemeinsam aus dem Stall kam. Entenküken sind meist ziemlich schnell nach der Geburt fidel und machen die ersten Watschel- und Schwimmversuche. Der Grund für all dies wurde bald ersichtlich: Es war gar kein Entenküken, was dort unter der Laufenten lag, sondern ein Hühnerküken. Dies erklärt auch die verkürzte Brutzeit. Hühneier werden drei Wochen und Enteneier vier Wochen bebrütet. Eines unser Brakel-Hennen hatte unbemerkt eins ihrer Eier in das Entennest gelegt.

Nun war zwar das Rätsel gelöst, abkukener was sollte nun mit dem Hühnerküken geschehen? Die Laufente kann das Hühnerküken nicht aufziehen, außerdem sollen die verbliebenen Enteneier ja auch weiter bebrütet werden. Die Küken unserer anderen Hennen sind schon zu alt und in der Entwicklung zu weit, als das man ihnen noch ein frischgeschlüpftes Küken unterschieben könnte. Was nun? In einer solchen Situation ist guter Rat teuer und für die Lösungssuche kaum Zeit, denn das Küken war zu diesem Zeitpunkt schon sehr geschwächt. Doch uns kam glücklicherweise gleich eine passende Idee.

Die Zwerghenne, die wir vor zwei Wochen so mühevoll und unter gößten Anstrengungen vomimg_00081 Strohboden geholt hatten, hatte vor ein paar Tagen das brüten einfach eingestellt. Wir wollten daher versuchen, ihr das Küken unterzuschieben, in der Hoffnung das sie es annehmen würde. Es hat funktioniert. Auch wenn es anfangs bei der Fütterung noch unserer Unterstüzung bedarf, da das Küken schon sehr geschwächt war. Dieses kleine, zwei Tage alte Küken hat schon eine erstaunliche Biographie hinter sich. Entstanden ist es durch die Paarung zwischen Brakel-Hahn und Brakel-Henne, ausgebrütet wurde es von einer Laufente und aufgezoen wird es von einer Zwerghenne. Wie soll das nur weitergehen.. .

Neben diesem „Hühner-Enten-Chaos“ und animg_00181deren anfallenden Arbeiten auf unserem Hof steht für uns zur Zeit wieder sehr viel konzeptionelle Arbeit auf dem Programm. Wir haben für die Zukunft viel auf und mit dem Hof Viehbrook vor. Dafür haben wir auch schon seit ein paar Monaten die Ideen und Konzepte, sowohl in unseren Köpfen, wie auch auf dem Papier, vorliegen. Nun müssen diese nochmal erweitertert und detailierter dargestellt und ausgearbeiet werden. Und so werden aus unseren Ideen und Planungen zur Zeit seitenlange Konzepte voller Ideen, Planungen, Zeichnungen, Fotos und Zahlen. Was auf dem Hof Viehbrook alles so geplant ist, wird ab der nächsten Woche auf den Seiten der „Viehbrooker neuesten Nachrichten“ berichtet.